Ein Dirigent benötigt für seine Tätigkeit sehr verschiedene „skills“: ein grundsätzliches musikalisches Gestaltungsbedürfnis, breite Stil- und Werkkenntnis, intellektuelle und emotionale Hingabefähigkeit, körperliche Geschicklichkeit, ausgeprägte Führungsqualitäten, psychologische und pädagogische Einfühlung, Überzeugungskraft, Organisationstalent und, nicht zu vergessen, realitätsnahe Einschätzung von Konzert- und Budgetplanung.

Der Dirigent muss einzelne Musiker zu einem Organismus verschmelzen und über dieses Mittel jene Musik auf ein Publikum übertragen können, die sich in seinem Inneren anhand des Notentextes gebildet hat. Das Meiste dieser vielfältigen Anforderungen wächst erst durch das Tun, insbesondere die Arbeit mit und Führung von Menschen.

 

Dirigent Stephan Höllwerth Salzburg dirigiert

Ich vergesse nie den Rat, den mir mein erster Dirigierlehrer Peter Karlinger noch in Gmunden gegeben hat: „Wie schlecht ein Ensemble auch immer ist, lernen kannst du in der Arbeit immer etwas!“ Und auch ein zweiter Satz aus meiner Wiener Studienzeit hat sich mir eingeprägt: „Ein guter Dirigent erweist sich daran, gute Musik auch aus mittelmäßigen Ensembles herauszuholen.“ (Prof. Helena Dearing). Nach meinem Dirigierstudium an einem Scheideweg angelangt, habe ich mich damals bewusst dafür entschieden, mit dem Dirigieren noch einmal neu zu beginnen und mich mit Laienensembles auszuprobieren. Welche Erfahrungen ich auch immer machen würde, sie würden jedenfalls meine ureigenen sein – darauf, und nur darauf wollte ich mich verlassen und schauen, wohin sie mich führen. Ich habe in Salzburg den „Chorus Andrae“ gegründet. Später kamen andere Ensembles dazu (Musikfreunde Laufen, Kammerorchester Musikum Salzburg, Diabellorchester Musikum Seekirchen, Musiziergemeinschaft Hopferwieser, Kammerchor Salzburg). Immer geht es mir in meiner Arbeit darum, von mir als hochwertig erlebte Musik ohne Genregrenzen abseits der ausgetreten Wege einzustudieren. Dabei ist mir besonders wichtig, die technische und musikalische Qualität des jeweiligen Ensembles langfristig zu verbessern. Große Freude habe ich an der Arbeit mit Jugendorchestern, da ich die Offenheit, Begeisterungsfähigkeit und die Einsatzbereitschaft junger Musikerinnen und Musiker sehr schätze. Auf diesem Jugendorchestersektor bin ich durch die Vielzahl an realisierten Projekten wohl so etwas wie ein „Spezialist“ geworden.

Anfrage für Dirigieren per Mail an Stephan Höllwerth –  info@phantes.at